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Bomberjacke auf Reisen

Diese Woche zeige ich Euch die Bomberjacke aus dem April-Heft der Burdastyle. Etwas ganz Neues in meinem Kleiderschrank! Und genau das liebe ich an meinem Hobby: einfach mal was ausprobieren.

„Bomberjacken sind doch was für Männer“, kommentierte dann prompt mein Sohn – und hat gleich eine bei mir „bestellt“. Kein Problem, Stoff habe ich von meiner Einkaufstour auf dem „Stoffschrottplatz“ in Münster-Wolbeck noch reichlich über: einen silbergrauen Synthetikstoff für die Ärmel und ein gefüttertes, dunkelblaues Baumwollgewebe für Vorder- und Rückenteil.

blau-graue Bomberjacke aus der Burderstyle

Knöpfe & Co.

Kostenpunkt für dieses Nähprojekt: 6 Euro für den Stoff. Dafür haben die Druckknöpfe (von Prym) mit 20 Euro ordentlich zu Buche geschlagen. Für den doppelreihg geknöpften Blouson benötigst Du 14 Knöpfe, so dass ich zwei Packungen gekauft habe. Hinzu kommt Vliseline zum Verstärken der Blende und rund ein halber Meter Bündchenware. Alles in allem habe ich um die 40 Euro ausgegeben.

Bomberjacke aus der Burdastyle mit Knopfreihe

Verarbeitung

Das Schnittmuster für diese Jacke ist ein „rosa Extraschnitt“, sodass Du ihn sehr schnell aus dem Schnittbogen kopieren kannst. Eine weitere Hilfe ist die ausführliche Nähanleitung in der Nähschule. Die bebilderte Anleitung ist ganz gut verständlich. Trotzdem ist die Jacke aus meiner Sicht kein Anfängerstück; für die Verarbeitung der Pattentaschen ist etwas Näherfahrung erforderlich.

Die Druckknöpfe habe ich mit der Zange angebracht. Die größte Herausforderung bestand für mich darin, dass die Ober- und Unterteile der Druckknöpfe am Ende genau aufeinanderpassen. Das habe ich mir vorher genau eingezeichnet.

Passform

Am Schnitt habe ich nicht viel geändert. Lediglich am Saum habe ich 3 cm dazugegeben. Beim Kragen hätte ich eventuell mehr dehnen müssen. Er fällt bei mir deutlich schmaler aus als auf den Bildern in der Burdastyle.

Mein Fazit:

Eine schöne, stylische Jacke, für die man jedoch etwas Näherfahrung mitbrigen sollte. Außerdem sollte eine Overlock-Maschine vorhanden sein, da die Jacke nicht gefüttert ist und das „Innenleben“ dadurch sichtbar ist. Die Nähte habe ich auf der Nähmaschine genäht und mit der Overlock versäubert.

Mit der Burdastyle omberjacke auf der Republica

Mit der neuen Jacke unterwegs

Die neue Bomberjacke hatte ich in dieser Woche auch schon im Einsatz. Ich habe sie mir anläßlich der Re:publica 2017 (Europas größte Konferenz rund um Digitales und Internet) genäht. Es muss auf solchen Events ja nicht immer ein Hoodie sein … Mit Seidenbluse darunter finde ich die Jacke auch sehr schick. Aber seht selbst …

Bomberjacke mit Seidenbluse

Das Thema Mode und Technik spielt in der digitalisierten Welt eine immer wichtigere Rolle. Auch Kleidung aus dem 3D-Drucker ist schwer im Kommen. Als ich jedoch dieses gedruckte Top am Fashionlab-Stand gesehen habe, fühlte ich mich in meiner selbstgenähten Seidenbluse ziemlich gut. Ist irgendwie doch schicker!!!

Mit selbstgenähter Seidenbuse neben einem Top aus dem 3D-DruckerDafür fand ich das „Cognitive Dress“ am Stand des Technologiekonzerns IBM sehr spannend. Dort sind ganz viele LED-Lampen aufgenäht, die in verschiedenen Farben blinken können. Die jeweilige Farbe, in der das Kleid gerade leuchtet, ist gekoppelt an eine digitale Auswertung der Stimmungen auf diversen Social-Media-Kanälen. Das heißt, wenn Du gute Bewertungen auf Twitter & Co hast, funkelt das Kleid anders als bei schlechtem Feedback. Verrückt, oder?

rosafarbenes Kleid mit LED-Lampen

Ich mache mich heute wieder auf den Heimweg. Mit reichlich Inspiration und meiner Bomberjacke im Gepäck.

Herzliche Grüße, auch an das ganze MeMadeMittwoch Team,

Eure Julia

 

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